BeGeisterstunde

Wann hast du dich bei der Arbeit zuletzt so richtig begeistert? Nicht „ganz nett“, sondern echt? Genau dieser Frage gebe ich regelmäßig einen festen Platz – in einem Format, das ich BeGeisterstunde nenne. Klein, ehrlich, wirksam. 🙂

Die BeGeisterstunde ist ein einfaches Werkzeug für Organisations- und Kulturentwicklung. Sie schafft einen geschützten, wiederkehrenden Raum, in dem Menschen aus der Organisation zusammenkommen, sich austauschen und voneinander lernen – jenseits von Projektstatus und To-do-Listen. Idealerweise findet sie in regelmäßigen Abständen statt und wird moderiert, damit sie nicht im Tagesgeschäft untergeht.

Das Format funktioniert eigenständig – am meisten Wirkung entfaltet es aber, wenn es eine laufende Organisations- oder Kulturentwicklung begleitet. Dann wird aus einem netten Termin ein echter Motor für Veränderung.

Warum das Ganze? Weil Begeisterung ansteckend ist. Sie entsteht selten auf Ansage, sondern dort, wo Menschen Raum bekommen, ehrlich zu teilen, was sie bewegt. Genau diesen Raum baut die BeGeisterstunde – verlässlich und ohne großen Aufwand.

So läuft eine BeGeisterstunde ab

Der rote Faden ist individuell und hängt von der Organisation ab. Bewährt hat sich ein klarer, immer gleicher Rhythmus – so weiß jeder, was ihn erwartet. So sah er zum Beispiel bei der AppSphere AG aus:

Inspirations-Kickstarter

Eine offene Runde zu einem Thema, das ein Teilnehmer vorbereitet – mal fachlich, mal persönlich, immer mit Substanz. Gute Quellen sind zum Beispiel managerSeminare, TrainerKoffer oder intrinsify. Ziel: einen Impuls setzen, der zum Weiterdenken einlädt. (ca. 15–30 min)

Status-Check

Ein kurzer Blick auf die Aufgaben und Ideen, die aus früheren Runden entstanden sind. So bleibt die BeGeisterstunde kein Selbstzweck, sondern bewegt wirklich etwas. (ca. 15 min)

„Was hat dich zuletzt begeistert?“

Die Herzkammer des Formats: eine offene Runde, in der alle von echten Erlebnissen und Erfahrungen berichten – beruflich wie privat. Hier entsteht Nähe, und oft springen genau hier die besten Funken über. (ca. 15 min)

Lifehack des Monats

Zum Abschluss sammeln wir Kniffe und Tools, die das Leben leichter machen. Kleine Hebel, große Wirkung – Wissen aus der Crew für die Crew. (ca. 15 min)

Bei der AppSphere AG läuft die BeGeisterstunde online über MS Teams und wird aufgezeichnet, damit auch alle etwas davon haben, die nicht live dabei sein können. Begleitend gibt es einen festen Ort für Austausch und Nachlese.

Wie die BeGeisterstunde entstanden ist

Die BeGeisterstunde ist nicht am Reißbrett entstanden, sondern als Graswurzel-Aktion bei der AppSphere AG. Die Idee war simpel: Menschen einen Raum geben, sich auch jenseits des Tagesgeschäfts auszutauschen, das Wissen und Können aus der Crew anzuzapfen und weiterzugeben. Aus einem Experiment wurde ein festes Ritual. Und weil sich Anforderungen und Rahmenbedingungen ständig ändern, entwickelt sich auch das Format kontinuierlich weiter – genau das macht seinen Charme aus.

Das willst du selbst ausprobieren?

Gute Idee – aber ein wichtiger Hinweis vorweg: Überstülpen lässt sich so etwas nie. Die BeGeisterstunde lebt von der eigenen Kultur und davon, dass Menschen freiwillig mitmachen. Die gute Nachricht: Meist gibt es in jeder Organisation schon Menschen, die für solche Themen brennen und bei denen du offene Türen einrennst.

Wenn du magst, entwickeln wir gemeinsam eine Variante, die zu deiner Organisation passt – vom ersten Pilotformat bis zur dauerhaften Verankerung im Alltag. Wo würde bei euch die erste BeGeisterstunde stattfinden?

Lass uns über deine BeGeisterstunde sprechen